Ein Stuhl, der verpflichtet
Dann habe ich das Gehörte bewertet, so wie es sich gehört. Denn man sollte über die Meinungen der anderen zumindest nachdenken, weil ja auch gute Überlegungen dahinter stecken können. Ich war also bereit auch mal meine Meinung zu ändern, wenn überzeugende Argumente vorgebracht wurden. Denn es geht ja um die Sache. Mit Sache meine ich die langfristige Sicherstellung einer hohen Lebensqualität in unserer Gemeinde und für das sollte man mal sein Ego, seinen Stolz und auch sein Parteiprogramm in den Hintergrund stellen können. Das würde ich zumindest von einem gewählten Volksvertreter erwarten. Leider werden aber auch in unserer Gemeinde und in unserem Parlament Partei- und auch andere Interessen so stark gewichtet, dass für eine richtige und ernstgemeinte Zusammenarbeit kaum Platz bleibt. Wenn ein Stimmbürger die Meinungen, Haltungen und Vorstösse in diesem Raum bewerten würde, zu welchem Schluss würde er wohl gelangen? Vielleicht, dass einige in diesem Saal vergessen haben, weshalb Sie auf ihrem Stuhl sitzen?»
(Votum anlässlich der GGR-Sitzung vom 06.02.12)
Mayk Cetin, Mitglied Grosser Gemeinderat und Mitglied Geschäftsprüfungskommission, Worb


